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Krippenausstellung - Gefrorenes TheaterIm Erdgeschoss markiert ein blauer Türbogen den Durchgang in die
Welt des "gefrorenen Theaters", den Krippenraum. Die ältesten Figuren stammen noch aus dem 18. Jahrhundert, die Mehrzahl aber wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefertigt. Die letzte große Erweiterung fand um 1860 mit der Szene der Hochzeit von Kanaan statt. Damit war die Krippe auf etwa 200 Figuren angewachsen und bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine bekannte Sehenswürdigkeit geworden. Auch König Ludwig II. kam 1872 extra nach Oberammergau, um die
Krippe zu bewundern. Die Krippe wurde 1900 von der Kirche an den Pfarrmesner
Sebastian Lang verkauft und war in der Tenne seines Hauses zu besichtigen.
1962 kam sie als Leihgabe in das Museum. 1998 konnte die Gemeinde die
Krippe erwerben. Bis 2003 wurde sie aufwändig renoviert. Die folgende Krippe aus der "Guido Lang Sammlung" mit ihren 59 wunderschönen bekleideten Drahtgliederfiguren stammt wohl aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts - sie war schon von Franz Zell im Museumsspeicher aufgestellt worden. Die anschließenden Papierkrippen waren im 18. und frühen 19. Jahrhundert in Süddeutschland sehr beliebt, da sie schnelle und umfangreiche Verwandlungen zuließen. In Oberammergau hat sich nur der bekannte Lüftlmaler Franz Seraph Zwinck (1748-1792) mit der Herstellung von Papierkrippen beschäftigt. Die große Papierkrippe mit der Anbetung der Hirten und der Heiligen Drei Könige gehört zu derselben, nach 1770 entstandenen Jahreskrippe, wie die vier Szenen: Jesus am Ölberg, die Kreuztragung, Golgotha und die Auferstehung Christi im übernächsten Kasten. Bei den 56 Figuren der um 1780 entstandenen Papierkrippe, die im davorliegenden
Guckkasten ausgestellt ist, hat Zwinck ein kleineres Format gewählt;
diese sind nur bis zu 7 cm groß, während die Figuren der
Jahreskrippe bis zu 14 cm Höhe haben. Die letzte Krippe an der rechten Längsseite zeigt zur Zeit eine besonders lebendig wirkende Krippe. Die feingeschnitzten Figuren stammen zum Großteil von Guido Mayr (1880-1946). Die Figuren und seitlichen Gebäudeteile wurden von Ludwig Wolf sen. (1876-1951), dem früheren Besitzer der Krippe, gefasst. Zusätzlich zeigt das Oberammergau Museum jedes Jahr vom 1. Adventswochenende bis Maria Lichtmess (am 2. Februar) im Dachgeschoss die Jahres- und Krippenausstellung des St. Lukas Vereins der Oberammergauer Holzbildhauer und Kunsthandwerker (mehr unter dem Menüpunkt Sonderausstellungen). Links zu weiteren Krippenausstellungen:
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Oberammergau Museum | Dorfstraße 8 | 82487 Oberammergau |Tel: +49 (0) 8822 / 9 41 36 |